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Tarifvertrag bergbau chemie bayern

Posted on August 4, 2020 by admin-wanda in Uncategorized

Am 19. Mai 2012 haben der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, Südwestmetall und die IG Metall in ihren jüngsten Verhandlungen einen Kompromiss erzielt. Die getroffene Vereinbarung dient auch als Pilotprojekt für andere Gebiete des Landes, wobei Bayern, Nordrhein-Westfalen und andere Regionen ihre Bedingungen übernehmen. In den fünf Verhandlungsrunden organisierte die IG Metall Warnstreiks mit rund 800.000 Beschäftigten. Insgesamt betreffen die neuen Vereinbarungen rund 3,3 Millionen Beschäftigte in der Branche. Effektive Tarifverträge sind ein wichtiger Aspekt der Sozialpartnerschaft in Deutschland, da diese Vereinbarungen Mindeststandards für Arbeitsbedingungen und Zahlungsbedingungen festlegen. Die chemische und pharmazeutische Industrie hat eine lange Tradition einer pluralistischen Lohnpolitik, die sich durch eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern auszeichnet. Als Berufsgewerkschaft hat die VAA mit ihren Sozialpartnern einen Rahmentarifvertrag geschlossen. Diese Vereinbarung gilt für Hochschulabsolventen mit Abschlüssen in naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen. Wir haben in der chemischen Industrie einmal mehr gezeigt, dass eine starke Gewerkschaft nachhaltige Ergebnisse für die Arbeitnehmer erzielt. Wir haben uns nicht nur um ein deutliches Einkommenswachstum in einem schwierigen Gesamtumfeld gekümmert, sondern auch die demographischen Zulagen in diesem Tarifvertrag aktualisiert und gestärkt. Das ist wichtig für die Menschen und die Industrie; dies ist eine echte Investition in die Zukunft.

Nur wenige Tage später wurde auch ein weiterer Tarifvertrag unterzeichnet, diesmal für Leiharbeitnehmer in der Branche. Die neuen Regeln gelten für Auszubildende, die ihre Ausbildung nach dem 31. Dezember 2012 beenden. Die Lehrlingsvereinbarung läuft vom 1. Juni 2012 bis zum 31. Dezember 2014. Generell ist der Einfluss der deutschen Gewerkschaften seit 1990 zurückgegangen und musste 2004 sinkende Realeinkommen und eine Reform des Sozialsystems (“Hartz-IV-Gesetze”) hinnehmen, die die Löhne zusätzlich unter Druck setzten. Seit einigen Jahren setzen sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland ein.


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